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Biographien von Persönlichkeiten um die Enigma

Mittwoch 24. Januar 2007 von
Simon Praetorius
Die Biographien wichtiger Persönlichkeiten um die Enigma, Ihrer Entwicklung und Entschlüsselung werden hier kurz vorgestellt.

Mirian Rejewski


  • Geboren wurde Marian Rejewski 1905 in Bydgoszcz (Polen).
  • Rejewski studierte ab 1923 Mathematik an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen.
  • Nach seinem Abschluss ging Marian Rejewski für ein Jahr nach Göttingen und studierte Versicherungsmathematik. Nach seiner Rückkehr lehrte er an der Universität von Posen
  • 1932 nahm er zusammen mit seinen Mathematiker-Kollegen Jerzy Rozycki und Henryk Zygalski als der vielversprechendste Kandidat an einem 'Codebreaker-Training' teil. Dies war ein letzter Test des polnischen Biuro Szyfrow, bei dem alle drei Mathematiker im Anschluss angestellt wurden. Dort arbeiteten sie an der Entschlüsselung der Enigma.
  • Während des Krieges mussten die polnischen Codeknackern fliehen und führten ihre Arbeit in Frankreich fort.
  • 1942/43 mussten sie auch aus Frankreich fliehen und einige, darunter Rejewski, schafften es nach England. Die Türen von Bletchley Park, dem Sitz der englischen Codeknacker, blieben ihnen allerdings verschlossen.
  • 1946 kehrte er nach Polen zu seiner Frau und seinen zwei Kindern zurück.
    1967 schrieb er den ersten Teil seines Buches über seine Arbeit im Biuro Szyfrow, das allerdings nie veröffentlicht wurde.
  • Erst in den 70er Jahren wurde Rejewskis Mitwirken bei der Entschlüsselung öffentlich gemacht und geehrt.
  • Marian Rejewski starb 1980.


Allan Turing


  • Geboren wurde Alan Mathison Turing am 23. Juni 1912 in Paddington, London.
  • Von 1926 bis 1931 ging er auf die Sherborne Schule in London
  • Sein Mathematikstudium absolvierte er am King's College in Cambridge (von 1931-1934)
  • 1936 veröffentlichte er einen Artikel über mathematische Entscheidbarkeit mit dem Entwurf der Turingmaschine.
  • 1936-1938 arbeitete er an der Princeton University zusammen mit Alonzo Church auf den Gebieten Algebra, Logik und Zahlentheorie.
  • Während des zweiten Weltkrieges unterstützte Turing die Engländer. Er entwickelte eine Maschine, die in der Lage war, die deutsche Enigma zu entschlüsseln.
  • 1945-1948 wechselte er an das National Physical Laboratory in London und war dort an der Entwicklung eines der ersten universellen Digitalcomputer beteiligt. Er schrieb Artikel zu neuronalen Netzen und künstlicher Intelligenz.
  • Ab 1948 war er an der Universität Manchester tätig und unterstützte die dort forschenden Wissenschaftler bei der Entwicklung einer Rechenmaschine.
  • 1950 erschien sein Artikel über den Turingtest. Dabei geht es darum, via Tastatur herauszufinden, ob man mit einem Menschen oder einem Rechner kommuniziert. Dieser Test ist sehr bekannt geworden und steht im engen Zusammenhang mit der künstlicher Intelligenz.
  • 1952 wurde Turing von einem britischen Gericht wegen seiner Homosexualität verurteilt. Das Urteil lautete: Entweder eine Gefängnisstrafe oder eine Hormonbehandlung. Turing entschied sich für letzteres.
  • Am 7. Juni 1954 beging Alan M. Turing Selbstmord, indem er einen mit Strychnin vergifteten Apfel aß.
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