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Die USA greifen in die Untersuchungen ein

Dienstag 23. Januar 2007 von
Simon Praetorius
Da die Amerikaner die Konvois nach England sandten und somit viele Schiffe und Menschen verloren, war es besonders in ihrem Interesse, dass der Enigma-Code im Atlantik geknackt werden würde. Als sie bemerkten, dass England mit Triton nicht weiter kam, wollten sie es selbst versuchen. Sie hatten schon die japanische Maschine „Purple“ geknackt, die ähnlich der Enigma funktionierte. Sie erbaten einige nachgebaut Enigmas und die Baupläne der „Bombes. Erst nach einiger Diskussion um die Geheimhaltung ließen sich die Briten dazu überreden, ihnen die Dokumente und Materialien auszuhändigen.

So begannen die USA ihre eigenen Forschungen an der Maschine und setzten auf hochmoderne Technik. Im OP-20-G, dem amerikanischen Chiffrierbüro, begannen sie mit der Arbeit. Sie hatten die Aufgabe eine Dechiffriermaschine zu bauen, die fast 6000 Rotoren simuliert und überprüft und das in einer, wenn möglich, kurzen Zeit. Im Mai 1943 waren die ersten Prototypen fertiggestellt und erhielten den Namen „Adam“ und „Eve“. Adam wurde am 28. Mai durch Phil Bochiccio, dem Hauptingenieur, getestet und kam schon nach 20 Minuten zu einem Ergebnis. Phil konnte damit nichts anfangen und ließ die Maschine zum zweiten Male durchrattern und sie kam zum selben Ergebnis. Nun testeten sie es noch an Eve, welche auch die selbe Meldung erzeugte. Beide Maschinen funktionierten gleich, das war schon ein Erfolg, doch was hatte die entschlüsselte Nachricht zu bedeuten. Sie sandten sie nach Washington und erhielten einige Zeit später die Antwort:
„That one hit paid for the entire project”((Dieser eine Treffer ist der Lohn für das ganze Projekt) - Solving the Enigma: History of the Cryptanalytic Bombe: www.ehistory.com/world/library/books/wwii/enigma/)


Das Projekt war ein Erfolg und sie begannen sogleich mit der Fertigung weiterer Maschinen. So wurden 121 „Navy-Bombes“ in Dayton gebaut und eingesetzt, jede 2 m hoch, 0,6 m tief und 3 m Breit und 2 Tonnen schwer. Diese Maschinen schafften 1725 komplette Durchläufe in einer Minute und konnte so die Ergebnisse schon nach sensationellen 20 Minuten ausgeben.
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